Weihnachtsstern

Insbesondere in der Adventszeit wird der Weihnachtsstern, der auch unter Namen wie Christstern, Adventsstern oder Poinsettie bekannt ist, überall zum Kauf angeboten. Die auffällig geformten, wunderschön gefärbten Hochblätter hat diese Pflanze zu einer sehr beliebten blütenbildenden Zimmerpflanze werden lassen. Weihnachtssterne sind jedoch üblicherweise ganzjährig im Handel erhältlich, auch wenn die Pflanzen meist saisongebunden vermehrt auftauchen.

Weihnachtsstern – das Geheimnis der Blüten und Blätter

Weihnachtsstern
Weihnachtsstern

Weihnachtssterne in der freien Natur sehen anders aus, als eine speziell als Zimmerpflanze konzipierte Züchtung. Der Weihnachtsstern wird bis zu 4 m hoch und bildet nur wenige Zweige aus. Das immergrüne Strauchgewächs, wie es in der Weihnachtszeit erhältlich ist, wurde zu einem kleinen Wuchs mit dichtem, kompakten Wuchsbild gebracht. Weihnachtssterne bilden relativ unauffällige, grün-gelblich gefärbte, kleine Blüten aus. Die häufig fälschlicherweise als Blütenblätter angesehenen intensiv rot gefärbten Hochblätter sind aber einfach nur Blätter, deren schöne Form und Farbe ein hübscher Nebeneffekt sind. Von November bis ins zeitige Frühjahr dauert die Blütezeit an. Werden die geeigneten Bedingungen geschaffen, so kann älterer Weihnachtsstern aber durchaus fast das ganze Jahr seine attraktiven Hochblätter und seine kleinen Blüten präsentieren. Die tägliche Beleuchtungsdauer, die Weihnachtssterne erhalten, bildet das Geheimnis der Blütenbildung. Da es sich um eine Kurztagpflanze handelt, bilden Weihnachtssterne Blüten nur aus, wenn die tägliche Beleuchtung weniger als 12 Stunden beträgt. An seinem Ursprungsort in der Nähe des Äquatorgürtels steht der Weihnachtsstern daher immer in Blüte. Wer seinen Weihnachtsstern also lange in seiner vollen Schönheit genießen möchte, der sollte dafür sorgen, dass er weniger als 12 Stunden dem Tageslicht als auch einer künstlichen Beleuchtung ausgesetzt wird.

Bildnachweis: CC by SA 3.0 (Quelle), Aufgenommen von Vineeth“

Der passende Standort für den Weihnachtsstern

Ganzjährig sollte der Weihnachtsstern einen leicht sonnigen, hellen Standort erhalten. Die Beleuchtungsstärke sollte bei zirka 2000 bis 3000 Lux liegen. Nach Westen oder Osten ausgerichtete Fensterbänke sind ideal als Heimatstandort geeignet. Während in den Wintermonaten ein wenig direkte Sonnenbestrahlung wichtig sind, sollte im Sommer eine direkte Sonnenbestrahlung durch die pralle Mittagssonne vermieden werden.

Weihnachtsstern – Kälte ist unerwünscht

Weihnachtssterne mögen Kälte überhaupt nicht. Soll der Christstern die Weihnachtszeit und mehr unbeschadet überstehen, so sollte schon beim Kauf auf gesunde Pflanzen geachtet werden. Weihnachtssterne sind äußerst kälteempfindlich und mögen keine Nässe. In der Weihnachtszeit stehen die Weihnachtssterne häufig im zugigen Eingangsbereich oder auf Außenflächen und sind dort der Kälte ausgesetzt. Auch wenn die einzelnen Weihnachtssterne dort in ihrer vollen Pracht zu sehen sind, werfen sie nach dem erfolgten Kälteschock innerhalb weniger Tage alle ihre Blätter ab. Daher sollte immer ein Weihnachtsstern gewählt werden, der im warmen Inneren gestanden hat. Zudem sollte auf dem Transport darauf geachtet werden, dass die Pflanze gut verpackt wird, um die Kälte fern zu halten. Zudem lohnt sich ein Blick auf die Erde im Topf des Weihnachtssterns. Sollte die Erde völlig durchnässt oder im Gegenteil total ausgetrocknet sein, so sollte die Pflanze lieber im Laden bleiben.

Weihnachtsstern – beim Erblühen helfen

Weihnachtssterne kommen nur an kurzen Tagen in Blühstimmung. Vorjahrespflanzen müssen ausgetrickst werden, damit sie zu Weihnachten wieder erblühen. 6 Wochen vor dem großen Fest, sollten die Pflanzen jeden Tag für 12 Stunden in einen dunklen Raum gestellt werden, um zum Blühen angeregt zu werden. Es hilft auch, den Weihnachtsstern in einen Pappkarton zu stecken. Dieser Trick sorgt dafür, dass die Blüten sich nicht erst nach dem Weihnachtsfest entwickeln.

Umtopfen des Weihnachtssterns

Wenn die roten Hochblätter am Ende des Frühlings immer weniger werden, sollte der Weihnachtsstern in eine Ruhephase übergehen. An einem kälteren Standort und mit extrem wenig Wasser kommt die Pflanze zur Ruhe. Zirka 6 Wochen sollte die Pflanze so verbringen, bevor sie dann umgetopft wird. Beim Umtopfen sollte auf jeden Fall eine Blähton-Schicht oder ein Gemisch aus Blumenerde und Tongranulat verwendet werden. Schließlich würde die Pflanze auf Staunässe empfindlich reagieren.

Nährstoffbedarf und Düngen

Die Pflanzen haben grundsätzlich einen mäßigen Nährstoffbedarf. Über das Jahr verteilt, sollte alle 3 bis 4 Wochen mit einem kalireichen Volldünger gedüngt werden. Einzig in der kurzen Zeit unmittelbar nach der Blüte sollte eine solche Düngung unterbleiben. Zirka 5 Wochen bevor die Blütenbildung durch die Begrenzung der Tageslichtdauer angeregt werden soll, muss die Düngung reduziert werden. Alle 14 Tage einen phosphorreichen Blühdünger zu reichen, ist die bessere Alternative. Grundsätzlich gilt aber die Devise: Weniger Dünger ist mehr.

Weihnachtssterne und die geliebten Haustiere

So schön Weihnachtssterne anzuschauen sind, Besitzer von Haustieren, sollten die Pflanzen möglichst so platzieren, dass die Lieblinge nicht an ihnen knabbern können. Natürlich sind die roten Blätter sehr verlockend für Hund, Katze und Vogel. Weihnachtssterne gehören allerdings zu den giftigen Wolfsmilchgewächsen. Bei Tieren kann der „Genuss“ von Pflanzenteilen zu Zittern, Erbrechen, Muskelkrämpfen und Speicheln führen. In Folge können auch Durchfall und Nierenversagen auftreten. Bei den ersten Anzeichen dafür, dass ein Tier sich an einem Weihnachtsstern vergiftet hat, muss umgehend der Tierarzt eingeschaltet werden. Um das Haustier noch retten zu können, muss innerhalb von zwei Stunden ein entsprechendes Brechmittel gespritzt werden.

Die Wikipedia bietet einen ausfhrlichen Artikel für Pflanzenliebhaber an. Sehr zu empfehlen!

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