Adventskranz

Der Adventskranz ist wohl der schönste Schmuck in der alljährlichen Vorweihnachtszeit. Sein frisches Grün kündigt schon die Ankunft des Weihnachtsbaumes an. Seine symbolträchtigen Kerzen leuchten uns auf dem Weg zum hohen Fest. Dabei ist dieser schöne Adventsschmuck noch nicht einmal so alt. Er geht auf den evangelisch-lutherischen Erzieher und Theologen Johann Hinrich Wichern zurück. Wichern war Mitbegründer der Inneren Mission in Norddeutschland, wo er den Adventskranz im Jahr 1839 einführte. Dieses wärmende Symbol der Weihnachtszeit kommt also aus dem kühlen Norden. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Adventskranz auch in katholischen Gegenden allgemein verbreitet.

Adventskranz: beliebte und schöne Angebote

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Adventskranz mit LED-Kerzen (echtes Wachs)
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Dieser Adventskranz ist vor allem etwas für die sicherheitsbewussten unter den Weihnachtsfans. Ähnlich, wie LED Weihnachtskerzen für den Baum fungieren in dem Fall die Kerzen eben als Adventskranzkerzen. Die Kerzen werden hier mit je einer Batterie betrieben, drum herum besteht die Kerze aus echtem Wachs. Alles in allem ist der Kranz bereits komplett dekoriert, muss in Empfang genommen und angeschlossen werden.
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Zuletzt aktualisiert am November 23, 2016 um 12:40 pm . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die Geschichte des Adventskranzes: eine echte Weihnachtsgeschichte

Die Entstehungsgeschichte des Kranzes ist auch selbst eine echte Weihnachsgeschichte. Der Hamburger Sonntagsschullehrer Wichern soll seinerzeit einige arme Kinder unter seine Obhut genommen haben. Mit ihnen zog er in das von der Mission erbaute Rauhe Haus. Das „Rote Haus„, wie es richtig heißen müsste, war Teil eines ganzen Rettungsdorfes und ist heute wieder rekonstruiert. Die armen Kinder fragten Wichern angeblich in der Adventszeit immer, wann nun Weihnachten sei. Daraufhin baute er aus dem Rad eines alten Pferdewagens einen Kranz und bestückte ihn mit vier größeren weißen und 20 kleineren roten Kerzen. Der Wichernsche Adventskranz war also eigentlich ein Kalender, auf dem jede einzelne Kerze einen Tag der Adventszeit symbolisierte. Die Kinder konnten nun jeden Tag eine weitere Kerze entzünden. Ein solcher Kranz hängt bis heute Jahr für Jahr im Advent in der bekannten und bedeutenden Barockkirche Sankt Michaelis in Hamburg und im rekonstruierten Rauhen Haus.

Adventskranz: heute eine wunderschöne Tradition für jedermann

Ein überliefertes Gedicht von Hermann Claudius ließ zeitweise vermuten, dass es den Kranz im Advent schon länger gibt. Doch dieses Indiz fußte auf einer Verwechslung. Hermann Claudius lebte von 1878 bis 1980, also schon nach der „Erfindung“ des weihnachtlichen Kranzes. Fälschlich schrieb man seine Verse aber dem berühmten Matthias Claudius zu, der von 1740 bis 1815 lebte. Im späten 19. Jahrhundert begannen die Menschen Adventskränze aus frischem Tannengrün zu flechten.

In privaten Haushalten wurden diese frischen Kränze meist mit nur vier Kerzen geschmückt, allein schon, weil Kerzen teuer, die meisten Menschen aber arm waren. Im Jahr 1925 wurde der Adventsschmuck in Kranzform erstmalig in einer großen katholischen Kirche in Köln aufgehängt. Recht bald folgte eine katholische Kirche in München nach. Heute gibt es hierzulande kaum noch eine Kirche, die in der Adventszeit auf einen Adventskranz verzichtet. Darüber hinaus findet sich der schöne Schmuck zur Weihnachtszeit auch in Millionen von Privathaushalten und in vielen Institutionen.

Adventskranz: Weihnachtsschmuck mit ganz besonderer Symbolkraft

Adventskranz
Schöner Adventskranz

Die Symbolkraft des Kranzes ist vielfältig. Das Entzünden einer weiteren Kerze an allen vier Adventssonntagen könnte als gesteigerte Erhellung der Welt gedeutet werde, je näher die Geburt Jesus Christus rückt. Schließlich gilt Jesus Christus unter Gläubigen selbst als „Licht der Welt“. Die Kreisform des Adventskranzes lässt weitere Deutungen zu. So symbolisiert er für manche nicht weniger als den Erdkreis mit seinen vier Himmelsrichtungen. Der Erdkreis steht im religiösen Kontext für die Auferstehung und das ewige Leben. Die grüne Farbe des Tannen- oder auch anderen Grüns symbolisiert die mit dem Weihnachtsfest verbundene Hoffnung. Die vier brennenden Weihnachtskerzen am Weihnachtsabend künden ebenfalls von Hoffnung und Licht, das zu Weihnachten die Welt erstrahlen lässt. In der katholischen Kirche ist die Segnung des Adventskranzes üblich. Heute kann sich jedermann auch ohne einen religiösen Bezug an einem schönen Adventskranz erfreuen.

Wer es besonders klassisch in Anlehnung an das Christentum mag, dem sei ein ganz schlichter Strohkranz empfohlen. Strohkränze wirken einfach unheimlich toll, zumal man sie (leider) nicht mehr oft in der Nähe vom Weihnachtsbaum sieht. Reduziert auf das wesentliche symbolisieren solche Kränze das, was zu Weihnachten wichtig ist. Als Alternative ist der Weidenkranz sehr in Mode gekommen.

Der Adventskranz bringt Licht in die dunkle Jahreszeit

In manchen katholischen Gegenden wird der Adventskranz auch mit einer rosafarbenen und drei violetten Kerzen bestückt. In Irland kommt noch eine weiße Kerze hinzu, die in der Mitte des Kranzes steht und am Heiligen Abend entzündet wird. Diese Farben haben in der Liturgie eine ganz besondere Bedeutung. Darüber hinaus sind die Kerzen nach Isaiah, Johannes, Josef und Maria benannt. In vielen Gegenden Deutschlands, aber auch Skandinaviens werden die Adventskränze mit roten Kerzen geschmückt. Die Farbe Rot hat sich in der Wahrnehmung der meisten Menschen als die Weihnachtsfarbe etabliert. Der Weihnachtsmann in seiner weit verbreiteten Erscheinung mit weißem Bart und rotem Mantel hat sicher zu dieser Wahrnehmung beigetragen. Nicht zuletzt hat aber auch Coca Cola durch seine Werbekampagnen mit einem eben solchen Weihnachtsmann seit den 1930er Jahren zur Festigung dieses Bildes beigetragen.

Ein besonders vielfältiger und schöner Weihnachtsschmuck

Die Gestaltung eines Adventskranzes kann heute sehr individuell ausfallen. Das Grün muss nicht ausschließlich von der Tanne stammen. Zweige der Fichte und von anderen Nadelbäumen ist ebenso geeignet. Auch Efeu, Buchsbaum und die Zweige von Koniferen lassen sich gut in einen Adventskranz einbringen. Der Kranz kann mit Bändern, Zapfen, Früchten, Weihnachtskugeln, Engeln, Süßigkeiten und vielem mehr geschmückt werden. Es gibt auch Adventskränze, die ganz ohne Grün auskommen. Im privaten Bereich kann jeder beim Adventskranz seinem eigenen Geschmack folgen. Auch auf öffentlichen Plätzen wird mancherorts ein Adventskranz aufgehängt. Ihr Erscheinungsbild orientiert sich dann aber an den klassischen Vorbildern. Im österreichischen Mariazell hängt der angeblich größte Adventskranz mit 24 weißen Kerzen und einer großen violetten Kerze in der Mitte. Er wiegt sagenhafte sechs Tonnen und hat einen Durchmesser von 12 Metern.

Weihnachtskranz selber machen – unsere Tipps

Wer etwas schönes mit der Familie unternehmen will, der kann sich folgendes vornehmen: Adventskranz basteln. Entweder man kauft einen fertigen Adventskranz Rohling oder versucht diesen beispielsweise aus Stroh selbst zu bauen. Das ist die Grundlage. Nun kann man den schmücken – wir empfehlen weiße Kerzen oder rote Kerzen. Dazu passen Tannenzweige und Zimtstangen. Günstige Herzenhalter oder Kerzenständer ermöglichen es die Kerzen sicher zu fixieren. Und voila: man hat einen schönen klassischen Adventskranz – eben selbstgemachte Weihnachtsdeko, wo andere neidisch werden.

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